Die besten Berichte kommen aus der Praxis

Gesammelte Fachberichte unserer Autoren!

Archiv: Dezember 2008

Barrierefreies Badezimmer für alle Wohnformen – Innovation pur

IBS, diese 3 Buchstaben sind eigentlich noch nie im Zusammenhang mit barrierefreien Bädern aufgetaucht. Vor ein paar Wochen war es soweit und der Einstieg von IBS in dieses Segment kommt einer Revolution gleich. Das so genannte IBS-Komfort-Bad (barrierefrei) wird nach meiner Meinung eine der Innovationen 2009 in der Sanitärbranche. „Solution by IBS“ das steht, so der Hersteller, für innovative Systemlösungen aus einer Hand und genügt höchsten Ansprüchen an Nutzung, Gestaltung und Wirtschaftlichkeit. Dieses Konzept-Bad setzt nicht nur neue Designstandards. Hierdurch sind endlich barrierefreie Bäder ab 3,5 m² Grundfläche realisierbar und dies in kürzester Bau- bzw. Umbauzeit. Es stehen vielfältige, nutzerorientierte Ausstattungs- und Designvarianten zur Verfügung welche eine sterile Ausstrahlung der barrierefreien Nasszelle nicht zulassen. Die leichte Reversibilität bietet darüber hinaus die Möglichkeit, dass Ambiente jederzeit dem Geschmack der Nutzer anpassen zu können. Eine Situation welche mit Fließen an den Wänden nicht bis gar nicht realisiert werden könnte. Viel Schmutz und längere Benutzungspausen müssten im herkömmlichen Fall in Kauf genommen werden. Bei IBS gehört dies, wie schon erwähnt, der Vergangenheit an. Des Weiteren löst das barrierefreie IBS – Bad zentrale Probleme der Hygiene durch den Einsatz fugenfreier Wand- und Bodenflächen sowie silikonfreier Dichtungskomponenten. Im Komplettsystem ergibt sich somit, nach Angaben des Herstellers, ein wartungsfreies und geprüftes System welches keinerlei Ansätze für eine Schimmelpilzbildung bietet.

Barrierefreies Bad - IBS - 01             Barrierefreies Bad - IBS - 02         
So funktioniert es:
Die übliche Bauweise der barrierefreien Bäder wird durch eine geplante, vorkonfektionierte Systembauweise ersetzt, die sowohl bei Sanierungen als auch im Neubau eingesetzt werden kann. Hierdurch reduzieren sich Bauzeiten und Ausfallzeiten erheblich. Die vorkonfektionierten Tragflächen aus Gipsfaserwerkstoff sowie die gleichfalls vorkonfektionierten Oberflächen aus HPL-Massiv  werden entsprechend der barrierefreien Planung mit allen Bohrbildern der Keramiken (z.B. Alape) und Hilfsmitteln (z.B. FSB ErgoSystem) versehen angeliefert. Die intelligente Systemverbindung ist ein Garant für die schnelle Installation, sowie auch für eine schnelle und schadfreie Revision im späteren Falle. Für die Planung sind laut Hersteller nur wenige Parameter zu berücksichtigen. Die Umschließungsflächen des barrierefreien Bades werden als Trockenbauwände erstellt. Die Installationswand im Bereich des barrierefreien WC`s und des Waschtisches wird entsprechend den technischen Anforderungen der bauseitigen Gebäudetechnik vorgefertigt und dem Bauablauf entsprechend installiert. Die individuelle Trockenbauweise der barrierefreien Nasszelle sollte der Stabilität auf jeglichen Gebiet genügen. An das Einziehen von verleimten Holzfaserplatten (Verstärkungen) an den nötigen Stellen für die Hilfsmittel muss im Vorfeld gedacht werden. Davon geht man jedoch in der Regel aus. Weiterhin wird ein absoluter Feuchtigkeitsschutz, hohe Schalldämmung und die Einhaltung sämtlicher Bau – Normen von IBS garantiert.
Der Hersteller benennt folgende Vielzahl von Vorteilen:
Festpreisgarantie, Terminsicherheit, niedrige Ausfallzeiten und Bauzeiten, Optimierung der Bauabläufe durch nur einen Ansprechpartner (Installateur), hohe Lebensdauer des barrierefreien Bades durch hohe Qualität der eingesetzten Produkte, keine (u.a. undichte) Silikonfugen, geringerer Reinigungsaufwand, kein Schimmelpilzbefall, kostengünstige Nach- und Umrüstung unterschiedlicher Designvarianten.
Wer sich für die Zukunft also ein barrierefreies Badezimmer wünscht oder gestalten möchte, welches insbesondere eine wohnliche, moderne Atmosphäre ausstrahlt, verbunden mit einer optimalen Lösung zur Erreichung der Hygienestandards – ohne dabei die Grundsätze wirtschaftlichen Handelns aus dem Auge zu verlieren, der sollte hier nicht aufhören zu lesen, sondern die unten aufgeführte pdf – Datei öffnen. Diese  beinhaltet eine kleine Präsentation welche uns von der Firma IBS zur Verfügung gestellt wurde und das eben beschriebene noch einmal in Bildern zusammenfasst.

pdf – Datei mit Präsentation des barrierefreien Bades von IBS

Bei weiteren Fragen zum barrierefreien IBS-Bad-System und den möglichen Varianten wenden Sie sich bitte direkt an uns. Benutzen Sie hierzu unser Kontaktformular.

 SH

Sven Heilmann / pflege-nachbarschaft.de

Internationaler Tag für behinderte Menschen

Der heutige „Internationale Tag für Menschen mit Behinderung“ wird im Netz allgemein dazu genutzt, ein kleines Fazit zu ziehen.

Deutschland:

Der behindertenpolitische Sprecher der Union, Hubert Hüppe macht dabei Versäumnisse deutlich. Noch immer würden Behinderte in der Gesellschaft benachteiligt und könnten noch immer nicht gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Zudem würden Behinderte täglich auf unüberwindliche Barrieren stoßen, wie zu hohe Bordsteine oder einfach fehlende Rampen. Fortschritte sieht Hüppe hingegen auf dem Arbeitsmarkt. So seien deutlich weniger arbeitslose Schwerbehinderte als noch vor drei Jahren registriert. In Behindertenwerkstätten sei hingegen die Zahl der Beschäftigten (250.000 Menschen in Arbeit) unverändert hoch (Quelle B5aktuell).

Beispiel Baden-Württemberg:

Dagegen ist Dieter Hillebrand (Staatssekretär im Ministerium für Arbeit und Soziales, sowie Beauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg für die Belange behinderter Menschen) der Meinung, dass „die schwierigsten Barrieren für eine inklusive Gesellschaft und damit für eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung“ nicht „an Bahnsteigen, Bordsteinkanten oder an Stufen“ bestehen, „sondern in den Köpfen„. Der „Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen“ leiste aber einen unverzichtbaren Beitrag, damit das in Zukunft nicht mehr so sei, so Hillebrand. (Mehr dazu hier)

Beispiel Erlangen:

Den heutigen Tag zum Anlaß nimmt Günter Müller, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreies Miteinander“ um gegenüber der Erlanger-Nachrichten ein „spezielles Zertifikat für Architekten“ zu fordern, „mit welchem diese Wissen über barrierefreies Bauen nachweisen können„. Der Behindertenbeauftrage des Landkreises Erlangen-Land, Manfred Müller, würde sogar so weit gehen, dass bei Neubauten öffentliche Zuschüsse nur dann fließen, wenn „nach der offiziellen Fertigstellung nochmals eine Begehung durch das Bauamt oder auch das Landratsamt“ durchgeführt werden würde, die das Bauwerk „auf barrierefreies Bauen“ überprüfe. Erst nach einer Bestätigung solle es dann das staatliche Geld geben. (Mehr dazu hier)

Satz des Tages:

Den Spruch des Tages hab ich aber in einem Interview bei Luxemburger Wort mit Familienministerin Marie-Josée Jacobs gelesen. Auf die Bitte folgenden Satz zu kommentieren: „Nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit genommen werden kann“? Sagte Sie:

Jeder von uns kann von heute auf morgen durch Krankheit oder Unfall seine Gesundheit verlieren. Das passiert fast täglich und ist an sich schon schlimm genug. Noch schlimmer wäre ein zusätzlicher gesellschaftlicher Ausschluss aufgrund infrastruktureller Barrieren. Wir sollten deshalb alles daransetzen, den behinderten Menschen von heute den Weg zu allen Bereichen zu ebnen, denn vielleicht kommt uns das eines Tages selbst zugute.

Andy Brandl / pflege-nachbarschaft.de

Chronische Wunden „ Ein drückendes Problem“

Liebe Leser, zum Auftakt unserer Berichte – Reihe über Wundversorgung und Pflege hat Frau Miriam Hechler ein paar Worte zur Einleitung des umfangreichen Themengebietes zu sagen und steigt auch gleich voll ein in das Thema der chronischen Wunden.
Wir von pflege-nachbarschaft.de freuen uns auf die interessanten Berichte von Frau Hechler und sind auf eventuelle Kommentare und Diskussionen gespannt.
Fragen zu den Berichten können Sie direkt an uns stellen, wir leiten Diese direkt an Frau Hechler weiter. Ebenso können Sie Wünsche zu den Themen äußern. Unsere Autorin möchte Diese gern berücksichtigen. Hierzu benutzen Sie bitte unser Kontaktformular.

Viel Spaß beim lesen, lernen und aktiven Einbringen.
Sven Heilmann & Andy Brandl.
 

Chronische Wunden „ Ein drückendes Problem“

Das Thema chronische Wunde bekommt immer mehr Aufmerksamkeit, da es sich leider um ein steigendes Problem handelt. Es ist mit vielen negativen Folgen für die Betroffenen und die Gesellschaft verbunden.
  Steigende Kosten
  Isolation
  Hilflosigkeit
  Angst
  Schmerz
  Schamgefühl
Diese Liste lässt sich noch um einiges erweitern. Ich habe mich dazu entschlossen ein paar Zahlen sprechen zu lassen:
– 90 % der entstandenen Druckgeschwüre wären vermeidbar gewesen
– nur jede 5. chronische Wunde wird richtig versorgt
– wenn Prophylaxe und Therapie zeitgemäß erfolgen würden, könnten jährlich bis zu 1,5 Milliarden € eingespart werden
– ca. 50.000 Amputationen diabetischer Füße in Deutschland, teilweise wären diese vermeidbar gewesen.
Quelle: icwunden.de und DIE WELT

    
Was kann man dagegen tun?
Den Menschen in den Mittelpunkt stellen und gezielt aktiv werden. Dies bedeutet eine Wundbehandlung nach individuellem Konzept mit Hilfe eines durchdachten Produktsortiments, sowie die Berücksichtigung von Begleitfaktoren für eine effiziente und erfolgreiche Therapie.
Diese multiprofessionelle Aufgabe beinhaltet neben den medizinischen und pflegerischen Herausforderungen auch die Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte. Es ist wichtig dass die Produkte sinnvoll miteinander kombiniert werden, aber noch wichtiger ist, dass der Patient im Mittelpunkt steht. Denn er ist derjenige der die (Wund)Situation aushalten muss. Deswegen sollten die Patientenbedürfnisse an erster Stelle stehen.

Bis bald Ihre Miriam Hechler    Miriam Hechler

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