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Tag: Generation 50+

Malediven: Eine „Insel–Lösung“ für Gehandicapte und Senioren?

Seit ein paar Tagen sind meine Freundin und ich von unserem Traumurlaub zurück. Es waren 2 wunderschöne Wochen die wir auf den Malediven, unweit des Äquators, mitten im indischen Ozean verbringen durften. Abschalten war angesagt! Na gut, ganz abschalten konnte ich dann doch nicht. Ich gebe zu mir nach ca. einer Woche Gedanken über die vorhandene oder auch nicht vorhandene Barrierefreiheit, im Bezug auf die Anreisemöglichkeiten zu den Inseln, sowie die allgemeine Barrierefreiheit auf den Inseln, gemacht zu haben. Gedanklich orientierte ich mich an zwei interessanten Gruppen. Zum einen die Gruppe der Senioren im Bereich der Generation 60+ / 70+ und zum anderen die Gruppe der körperlich Eingeschränkten, welche zwingend einen Rollstuhl zur Fortbewegung benötigen.

Zur barrierefreien Anreise kann man sagen, dass dies bis zur maledivischen Hauptstadt Male recht gut möglich ist. Die Fluggesellschaften und die Flughäfen, im In- und Ausland, sind hier sehr gut aufgestellt. Also absolut kein Problem, wenn man die offiziellen Stellen auf den jeweiligen Flughäfen rechtzeitig informiert. Vorlaufzeiten von bis zu 6 Monaten im Voraus, bei Reisen mit einem Rollstuhl nebst dessen Fahrer, sind keine Seltenheit. Dafür läuft dann auch alles reibungslos.
Ab dem Airport Male wird es abenteuerlich. Die weitere Reise setzt man im Wasserflugzeug oder im Schnellboot fort. Welches Verkehrsmittel für den Weitertransport der Reisenden gewählt wird, hängt maßgeblich von der Entfernung zur Ziel–Insel, auch Ziel–Resort, ab. Das Wasserflugzeug kann auf Grund seiner Bauart nur jener benutzen, wer nicht unbedingt auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Rollator-Benutzern und Schlaganfall-Geschädigten Personen steht einem Transport im Wasserflugzeug eigentlich nichts im Wege, soweit sie durch fremde Hilfe, oder gar ganz allein, in das kleine Flugzeug ein und aussteigen können. An einen Rollstuhl gebunden, muss man auf ein Schnellboot ausweichen. Im Übrigen, Inseln nahe der Hauptstadt Male werden prinzipiell von einem Schnellboot angefahren. Weiter entferntere Inseln der Malediven von Male aus, sind nur nach Rücksprache mit dem Reisebüro und dem örtlichen Reiseveranstalter auch durch ein Schnellboot zu erreichen. Hier gilt es, lange im Voraus mit dem Reisebüro zu sprechen, zu planen und zu organisieren, damit der Transfer reibungslos ablaufen kann. Die Transferzeit mit dem Schnellboot, welche schon mal 2 – 3 Stunden betragen kann, wird in Anbetracht der herrlichen Inselwelt der Malediven keinen stören. Zu viel gibt es zu Bestaunen. Eine weitere Herausforderung ist das Betreten der Trauminsel (Wasserflugzeug – Boot – Insel oder Boot – Insel … bzw. umgekehrt ). Hier ist man als körperlich eingeschränkte Person auf fremde Hilfe angewiesen, welche es jedoch reichlich in jedem Insel – Resort gibt. Die Angestellten sind sehr freundlich und müssen nicht um Hilfe gebeten werden, sie helfen einfach. Eine Tugend, die man in Deutschland oft vergebens sucht.

Zusammengefasst: Die Anreise auf die gewählte Trauminsel ist für Otto–Normalos schon eine abenteuerliche Sache, für gehandicapte Personen wird das Anreise–Abenteuer zur wirklichen Herausforderung, welche sich jedoch zu 110% lohnt. Auf der Insel angekommen stellt man schnell fest, dass Berge oder Hügel nicht vorhanden sind. Es ist alles ebenerdig, die Wege sind den Umständen entsprechend recht gut befestigt und alles ist vom feinsten gepflegt. Im Dunklen leuchten dem Besucher und Gast kleine, über dem Boden angebrachte Leuchten den rechten Weg zum Ziel. Aus Gründen des vorgeschriebenen Hochwasserschutzes muss der Gast sich auf die eine oder andere Doppelstufe einstellen. Es ist aber dafür gesorgt, dass die organisatorisch wichtigen Anlaufstellen, wie zum Beispiel die Rezeption, barrierefrei zu erreichen sind. Die Unterkünfte, meist Bungalows direkt am Strand, sind geschmackvoll eingerichtet. Auch Diese kann man leider nur über meist 2 – 3 Stufen erreichen. Grund hierfür ist wieder der Hochwasserschutz. Die Bungalows sind leider nicht annähernd barrierefrei, im Sinne unserer deutschen DIN 18024 oder DIN 18025. Das ist sehr bedauerlich. Die Türen sind sehr schmal (ca. 60 – 70 cm), Schwellen sind vorhanden und in den Badezimmern gibt es keinerlei Stütz- oder Haltegriffe. Teilweise ist nicht einmal ein Duschsitz oder Duschrollstuhl in einfachster Form vorhanden. Hier erweist sich jedoch die Resort–Leitung als sehr einfallsreich und tut ihr Bestes, wenn vorab durch das Reisebüro und den Veranstalter informiert wurde. Bitte beachten: Die Vorab-Information durch den Reiseveranstalter sollte in englischer Sprache formuliert werden, damit keine Sprach-Barrieren auftreten.

Mein Fazit:
Die Malediven sind für jeden geeignet, ob jung, ob alt oder körperlich eingeschränkt. Eines ist von vorrangiger Wichtigkeit, man sollte sich körperlich fit für solch eine lange Reise (insgesamt ca. 18 Std.) und das äquatoriale Klima (ganzjährig ca. 25 – 30°C / Luftfeuchte von ca. 70 – 85%) fühlen und es auch tatsächlich sein. An Herz–Kreislauf–Erkrankungen sollte man nicht unbedingt leiden, denn es sei erwähnt, dass das Gesundheitssystem der Malediven auf dem Stand von unserem in den Jahren um 1970 ist.

Wichtig für hilfebedürftige Senioren und körperlich eingeschränkte Personengruppen ist die frühzeitige, gemeinsame Reiseplanung mit dem Reiseveranstalter des Vertrauens. So kann die richtige Insel mit den richtigen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten und Highlights herausgefunden und die gesamte Anreise lückenlos professionell organisiert werden. Wer einen gutes Online–Reisebüro benötigt, welches sich auf Malediven–Reisen spezialisiert hat, kann sich gern mit uns, über unser Kontaktformular, in Verbindung setzen. Hier helfen wir gern weiter.
Wer sich den Traum von den Malediven erfüllen möchte, der sollte dies, trotz der oft mangelnden Barrierefreiheit, tun. Mit den nötigen Vorbereitungen sowie mit Ruhe und Abenteuerlust ist fast alles möglich zu machen und auch erträglich. In jeglicher Hinsicht wird so ein Traumurlaub in ewiger Erinnerung bleiben. Davon bin ich überzeugt!

Tipp:
Für ältere, gehbeeinträchtigte Senioren und stark körperlich eingeschränkte Personen eignet sich die Insel Nalaguaraidhoo – „Sun Island“ sehr gut. Hier gibt es sehr gut befestigte Wege auf der gesamten Insel, sowie ein umfangreiches Freizeitprogramm für alt und jung (auch jung gebliebene). Die Insel wird unter anderem mit dem Schnellboot angefahren, die Transferzeit beträgt ca. 2,5 Stunden.

Informationen im Internet unter: villahotels-maldives.de oder bei Maledivenangebote von Neckermann Reisen

Wir waren im Übrigen 14 Tage auf „Filitheyo – Island“. Wer Fragen zu diesem Insel – Resort oder zum Resort „Irufushi Beach & Spa“ hat, kann uns gern über unseren Blog (Blog – Bericht über Malediven) oder über das Kontaktformular ansprechen. Wir geben hier gern unsere Erfahrungen weiter.

Sven Heilmann / pflege-nachbarschaft.de

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