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Tag: Senioren

Leben im Alter (Gastartikel von Mariella Wendel)

Menschen im Berufsleben träumen oft vom entspannten Renterdasein, das viel Zeit für Freizeitaktivitäten bietet. Die gesundheitlichen Beschwerden des Alters werden dabei jedoch meist verdrängt. Schließlich möchte jeder gerne alt werden, aber niemand alt (und gebrechlich) sein. Als „alt“ werden meist die Menschen empfunden, die mindesten 10-15 Jahre älter sind als man selbst.

Doch wer zu lange die Augen vor Alterserkrankungen verschließt, kann im schlimmsten Fall aufgrund fehlender Behandlung zum Pflegefall werden. Dann bleibt nur noch der Umzug in eine Pflegeeinrichtung. Damit es gar nicht soweit kommt, können einige Vorsorgemaßnahmen helfen. Wer viele soziale Kontakte (auch außerhalb der Berufs) pflegt, bleibt geistig fit. Gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung beugen zusätzlich dementiellen Erkrankungen vor.

Wenn dennoch eine Einschränkung eintritt, helfen ambulante Pflegedienste und Nachbarschaftshilfen dabei, den Alltag zu meistern. So muss niemand wegen kleiner Gebrechen sein Zuhause verlassen. Nachbarschaftshilfen unterstützen Senioren beispielsweise bei Behördengängen, beim Einkaufen oder Hausputz. Wer sich in der eigenen Wohnung zu unsicher oder einsam fühlt, für den eignet sich auch Betreutes Wohnen. Die meisten Einrichtungen des Betreuten Wohnens verfügen inzwischen über standardmäßige Notrufeinrichtungen (z.B. einen Hausnotruf). Ihr Angebot reicht von gemeinsamen Aktivitäten der Bewohner bis hin zur individuellen Betreuung. Eine stationäre medizinische Versorgung ist allerdings nicht möglich. Wer bettlägerig ist, sollte daher besser auf ein Pflegeheim zurückgreifen. (Zahlreiche Seniorenresidenzen haben sich inzwischen auf bestimmte Krankheitsbilder- wie z.B. Demenz oder Parkinson- spezialisiert, und bieten entsprechend geschultes Personal.)

Auch bei der Wahl des Altersruhesitzes lohnt es sich, schon früh Informationen einzuholen. Während ambulante Dienste meist leicht zugänglich sind, muss für viele Heime schon mehrere Monate bis Jahre vor dem Einzug eine Reservierung erfolgen.

Damit das neue Zuhause kein Reinfall wird, sollten die eigenen Wünsche bereits vor dem Umzug abgeklärt werden. Nach Absprache können beispielsweise Haustiere bei manchen Anbietern mitgebracht werden. Auch persönliche Gegenstände sind meist erwünscht und dürfen in Maßen in das neue Zuhause integriert werden (z.B. der Lieblingssessel, Fotos, etc. …). Nicht zuletzt entscheiden auch liebe Gewohnheiten über den Komfort. Diesbezüglich lassen sich einige Enttäuschungen ersparen, wenn eine „Wunschliste“ zum ersten Besichtigungstermin mitgebracht wird.  Darauf kann z. B. stehen welche Freizeitaktivitäten, Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände bisher wichtig waren. So trägt das Wohnen im Alter wirklich zum entspannten Rentnerdasein bei.

Mariella Wendel

Keystorage könnte für Pflegebedürftige aber auch Senioren interessant sein

KeyStorage-Gäste-Beitrag im Blog

Immer Ärger mit dem Schlüsseldienst

„Rumms, die Tür war zu. Und ich stand draußen – im Bademantel“, erzählt Elke Müller. „Dabei wollte ich nur schnell die Sonntags-Zeitung reinholen.“ Schlüssel drinnen – Nachbar nicht da – Was tun? Eine typische Notsituation, die viele Menschen schon erlebt haben. Schnelle Hilfe versprachen bisher nur Schlüsseldienste. Aber: „320 Euro! Ich bin fast in Ohnmacht gefallen, als der Herr vom Schlüsseldienst mir die Rechnung präsentiert hat“, so Elke Müller.

Richtig beliebt ist die Schlüsseldienstbranche eigentlich nur bei Fernsehsendern. Denen liefert sie immer wieder Stoff für Reportagen mit versteckter Kamera. Inhalt: „Abzocker-Schlüsseldienste berechnen maßlos überteuerte Anfahrtspauschalen und wechseln ohne Not Schließzylinder zu Fantasiepreisen aus.“

Die Versicherungsbranche sieht bis heute keine Möglichkeiten, einem Privatkunden dieses Risiko abzunehmen. „Bei rund 700.000 Schlüsseldiensteinsätzen pro Jahr bundesweit ist das Risiko für uns unkalkulierbar.“ Diese Aussage hören wir von allen Konzernen. „Vor allem die Folgekosten für Reparaturen an Tür, Beschlag und Schließzylinder können enorm ausfallen. Die dafür kostendeckenden Versicherungsprämien würde niemand bezahlen.“

Immerhin versichern die meisten Gesellschaften mittlerweile den Schaden, der durch den Schlüsselverlust entstanden ist (Austausch der betroffenen Schließzylinder in einer Schließanlage). Die Kosten für die meist nächtlichen „Erfahrungen“ mit einem Notdienst müssen jedoch weiterhin vom „Leidtragenden“ selber bezahlt werden.

Eine Alternative finden Sie hier:  keystorage.de

Ihr Team von Keystorage / keystorage.de

Finanzielle Unterstützung für Treppenlifte durch die Pflegekasse

Wer darauf angewiesen ist, sich einen Treppenlift oder einen Rollstuhllift einbauen zu müssen, steht natürlich dann immer vor einer enormen Kostenfrage. Denn jeder weiß, dass diese Lifte erhebliche Kosten verursachen können. Wer nicht in der Lage ist die gesamten Kosten aus der eigenen Tasche zu begleichen, sucht natürlich eine Möglichkeit, um Unterstützung zu erhalten. Zumeist führt dann der erste Weg zur Pflegekasse der Krankenkasse. Diese jedoch beteiligt sich zumeist nicht an diesen Kosten.

Die Pflegekasse hat klare Vorgaben und handelt dann auch dementsprechend. Denn im Hilfsmittelkatalog der Pflegekassen, sind Treppenlifte oder Rollstuhllifte nicht als Hilfsmittel aufgeführt. Diese Lifte gelten nur als Wohnraumanpassung. Da die Pflegekassen aber sehr großen wert darauf legen, dass eine zu pflegende Person so lange als irgend möglich in ihrer häuslichen Umgebung leben sollte, widerspricht dies dieser Vorgabe klar. Einige Pflegekassen haben zwischenzeitlich erkannt, dass hier mit etwas mehr Kulanz zu Werke gegangen werden sollte und gewähren einen Zuschuss zu dieser Maßnahme. Allerdings ist diese laut Vorgabe der Pflegekasse, auf einen Höchstbetrag von 2.550 Euro beschränkt. Außerdem muss bei der Pflegeperson mindestens die Pflegestufe I vorliegen.

Das komplizierte Verfahren bei den Pflegekassen haben nun auch die Hersteller dieser Treppenlifte erkannt und bieten ihren Kunden einen ganz speziellen Service an. Sie sind dem Kunden bei der Ausfüllung der Antragsformulare behilflich, sodass der Kunde hier keine aufreibenden Behördengänge auf sich nehmen muss. Dieser Service ist in den meisten Fällen auch noch kostenlos. Wo jedoch eine geringe Gebühr erhoben wird, sollte verglichen werden, ob sich dies am Ende nicht doch bezahlt macht.

Dieser Beitrag wurde uns von Christian Münch zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Sven Heilmann / pflege-nachbarschaft.de

Barrierefreies Wohnen im Neubau oder im Bestand

Barrierefreies Wohnen hat viele Namen. So kann barrierefrei als seniorengerecht, behindertengerecht oder aber auch nur als komfortabel definiert werden. Aus den verschiedenen Definitionen lässt sich erkennen, dass barrierefreies Wohnen etwas für jeden ist. Ob jung ob alt, ob gehandicapt oder kerngesund, barrierefrei oder in bestimmten Fällen barrierearm spricht alle Gruppen der Gesellschaft an. Barrierearm, dass muss ausdrücklich betont werden, bedeutet in seiner Ausführung nicht, dass es genügt für die Bezeichnung einen Haltegriff anzubauen und 3-4 Schwellen in einer Wohnung zu demontieren. Barrierefrei oder barrierearm bedeutet vielmehr ein schlüssiges konzeptionelles Ganzes, erstellt nach einschlägigen DIN – Normen oder zumindest angelehnt an Diese.

Versetzen wir uns in Menschen im gehobenen Seniorenalter, im schlimmsten Fall sogar leicht bis mittelmäßig pflegebedürftig. In einem Heim oder Wohnstift auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein ist für viele, nach aktuellen Umfragen, unvorstellbar und der letzte Ausweg.
Es gibt viele schöne und auf die Ansprüche der Bewohner ausgerichtete Senioren- und Pflegeheime in Deutschland, die man nur empfehlen kann. Jedoch ist der vorrangige Wunsch der älteren Generation, die Erhaltung der Selbständigkeit in den eigenen 4 Wänden. Oft ist dies aber nur durch eine gezielte Wohnraumanpassung möglich. Zum einen kann man eine Wohnung barrierefrei oder barrierearm umbauen, zum anderen wäre der Bau eines Hauses, eigens für den 3. Lebensabschnitt zugeschnitten, die ideale Lösung.
Seniorengerechtes Bauen und Umbauen wird trotz aller bisherigen Erkenntnisse all zu oft verworfen, da eine unangenehme, fast Krankenhaus ähnliche Atmosphäre befürchtet wird. Dies stellt sich oft als vermeidbarer Trugschluss heraus, welcher sich ein paar Jahre später meist rächt. Verworfen werden nach unseren Erkenntnissen auch Umbauten, da ein völlig unverhältnismäßiger Preis an die zukünftigen Bauherren weitergegeben wird. Architekten, Fachplaner und Handwerker gehen leider immer noch davon aus, sich nur mit der strikten Einhaltung der DIN abzusichern. Die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden und die daraus resultierende Kundenzufriedenheit wird zu wenig zur letztendlichen Absicherung gezählt. Dies ist aber auch, nach meiner Meinung, ein Grund für verzögerte Honorarzahlungen der Bauherrschaft. Eine Win – Win – Situation ist für diese eben selten zu erkennen. Gut, einige wenige Planer und Handwerker haben dies schon erkannt, sie sind aber noch immer eine Rarität in unserer alternden Gesellschaft Deutschland. Eine Lösung für dieses Handicap der Planerschaft sind spezielle Berater, Planer und Bauüberwacher für barrierefreies Bauen und Umbauen. Sie erstellen nach einer örtlichen Begehung und einem folgenden ausgiebigen Gespräch mit dem Bewohner oder den Bewohnern, ein individuell zugeschnittenes Wohnkonzept für die betreffende Immobilie, ob Wohnung oder Haus. Ein „Best-Konzept“ so zu sagen. Die Berater richten sich nicht nur stur nach den DIN – Normen, vielmehr gehen Sie verstärkt auf den zu Beratenden und seine bestehende Wohnsituation ein. Als oberstes Ziel steht immer nur Eines, unnötige finanzielle Ausgaben durch unnötige oder schlecht durchdachte Baumaßnahmen müssen vermieden werden. Prinzipien wie: „Nur so viel durchdachte Umbauten wie nötig!“ sind fest verankert, ebenso die fair ausgerichteten Honorare für die persönliche Beratertätigkeit beim anspruchsvollen Kunden. Ein weiterer, zu beachtender Punkt ist die Ästhetik, Funktionalität und Designorientierung der angebotenen Einbaugegenstände wie Hilfsmittel in Form von Haltegriffen Handläufen, Klappsitzen und vielen mehr. Hier ist eine umfangreiche Produktkenntnis von Nöten, die nur selten im gewünschten Maß bei Fachplanern und Handwerkern vorhanden ist. Wie schon erwähnt, einige Ausnahmen habe ich trotz allem schon kennen gelernt. Bei einem Berater für barrierefreie Wohnkonzepte kann man in der Regel davon ausgehen, dass dieses Wissen im vollen Umfang vorhanden ist.

Was gehört zum barrierefreien (-armen) Bauen oder Umbauen?
Ganz wichtig ist die Betrachtung im Innenbereich und im Außenbereich der Immobilie. Oft bemerkt man, dass sich so stark auf den Innenbereich konzentriert wird, dass der Hausflur / Eingangsbereich und die Außenbereiche fast gänzlich vergessen werden. Prinzipiell sollte auf jegliche Art von Treppen und Stufen verzichtet werden, dies ist jedoch oft nur bei einem Neubau zu 100% realisierbar. Beim Umbau sollte versucht werden, unnötige Stufen durch Rampen zu ersetzen oder zumindest auf weitere Stufen und Absätze zu verzichten. Weiterhin kann sich der Bauherr von unnötigen Schwellen, Türen und Wänden verabschieden. Die Wege werden dadurch oft kürzer und der Innenraum der Immobilie moderner und designtechnisch aufgewertet. Geht man davon aus, dass das Innere der Wohnung oder des Hauses mit einem Rollator oder gar einem Rollstuhl befahren wird, eröffnet sich ein weiterer Pluspunkt dieser praktischen und schönen Veränderung. Oft wird eine Verbreiterung der Außen und Innentüren angesprochen. Bedenkt man die Tragweite dieses zusätzlichen Umbaus, auch aus der statischer Sicht des Gebäudes, ist dies ein unnützer Arbeitsschritt zur Barrierearmut oder Freiheit der eigenen 4 Wände, welcher jeglichem positiven Preis – Leistungs – Niveaus widerspricht. Bei einem Neubau dies zu beachten macht im Umkehrschluss, bei bestimmten Voraussetzungen,  natürlich wieder Sinn. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass nach dem Bau oder Umbau größere Bewegungsflächen wie vorher zur Verfügung stehen. Rollator- oder Rollstuhlfahrer, sowie Menschen die am Stock gehen, benötigen viel mehr Platz um sich selbständig fortzubewegen, wie gesunde Menschen ohne Handicap. Spezielles Augenmerk gilt es dem Badezimmer zu widmen. Das Ansehen des Badezimmers hat sich in den vergangenen Jahren enorm verändert. Was früher ein Funktionsraum für die Körperhygiene war, ist heute ein Ort der Erholung, eine Wellnessoase. Auf diesen Komfort sollte man nicht verzichten, nein, man sollte mit Bedacht an den Umbau gehen, um den Komfort noch zu erhöhen. Gewisse Grundsätze sind jedoch zu beachten, welche, so scheint mir, noch bei sehr wenigen angekommen sind. Ob Bauherr, Planer, Handwerker oder so genannte Immobilienaufwerter, was man so im umgebauten Badezimmer – Bereich entdecken kann, gleicht einer Katastrophe. Das ist keine Übertreibung, dass ist leider, leider eine Tatsache. Unverzichtbar, um nur einiges zu nennen, sind im Bad rutschfeste, nicht glänzende Bodenfliesen, kontrastreiche (keine bunten) Wände und Duschabtrennungen, ein unterfahrbarer Waschtisch, ein leicht erhöhtes WC und Möglichkeiten zur Sturzprävention, wie zum Beispiel Haltegriffe und Gehstockhalter. Im Fall der Haltegriffe und Duschsitze kann man anfangs geizen, sollte aber deren zusätzliche Nachrüstung auf jeden Fall berücksichtigen. Das sollte in das persönliche „Best-Konzept“ mit eingearbeitet werden. Wichtig auch hier – nicht auf Design verzichten, denn schließlich schafft man sich eine komfortable Wellnessoase. Genug Produkte für die finanziell faire Verwirklichung finden sich im großen Markt der Sanitärprodukte. Spezialisierte Berater kennen diesen Markt bestens.

Doch was tun, wenn sich die eigene Immobilie außerhalb der Stadt befindet? Was tun wenn diese zu groß geworden ist? Was tun wenn der Aufwand zur nachhaltigen Pflege dieser nicht mehr zu bewältigen und die eigene Mobilität nicht mehr gewährleistet ist? Um in Zukunft nicht auf Freunde, Konzert- oder Theaterabende, einkaufen und essen gehen zu verzichten, sollte ein Umzug in die Stadt in Betracht gezogen werden. In diesem Fall ist es notwendig die richtige Immobilie zu finden und diese bei Bedarf dementsprechend, nach den zukünftigen Bedürfnissen, barrierefrei oder barrierearm umzubauen. Wichtig, die Erhaltung der Selbständigkeit ist zu sichern. Bei der Suche nach der richtigen Immobilie oder nach einem Berater für den Umbau, sollte man auf Profi – Wissen nicht verzichten. Es muss erwähnt und beachtet werden, dass in diesem Fall nicht Makler gleich Makler ist. Oft wir viel Geld verlang und wenig dafür getan. Vorsicht, viel Geld könnte verschenkt werden. Für diese spezielle Suche und Beratung gibt es spezielle Wohn- und Immobilienberater. Diese gehen auf die Wünsche Ihrer älteren Kundschaft ein, haben meist, unter anderem, eine zusätzliche sozialpädagogische Ausbildung und haben nicht ständig Ihre Provision im Hinterkopf. Man darf nicht alle über einen Kamm scheren, doch sollte es einleuchten, dass spezielle Anforderungen auch spezielles Fachwissen erfordern. Nach einem Verkehrsunfall wird man sich auch nicht an einen Anwalt für Familienrecht wenden, sondern an einen für Verkehrsrecht, oder? Richtig, die Berater für spezielles Seniorenwohnen und die Berater für das barrierefreie Bauen werden selbstverständlich ein Honorar verlangen, dass steht außer Frage und wurde in diesen Bericht auch schon erwähnt. Es sind jedoch genau die Richtigen für diesen Job, für den man hier und da sogar vom Staat oder den Krankenkassen  finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommt.
Laut letzten Erkenntnissen will der Bund von 2009 an, über die KfW – Bank ein Förderprogramm für „Maßnahmen zur Barrierereduzierung im Wohnungsbestand“ auflegen. Hier lässt sich nicht verleugnen, dass man von der konkreten Unterstützung des seniorengerechten Bauens sprechen könnte.

Einige Beispiele aus der Broschüre „KfW-Förderung – neu aufgestellt“

1. Förderung der Instandsetzung und Modernisierung des Wohnungsbestandes – 2009
3. Kurzfristige weitere Maßnahmen innerhalb der Programme ab Januar 2009 möglich
4. Einführung einer Programmvariante zur Förderung von Maßnahmen zur Barrierereduzierung im Wohnungsbestand – 2009
5. Neubau:
 weitere KfW-Förderung im Bereich Wohnen ab April 2009
6. Gebäudebestand:
Zuschuss Wohnraum Modernisieren ab April 2009 – ALTENGERECHT UMBAUEN

Fragen zum Bericht oder zur Nutzung von diversen angesprochenen Beratungen beantworte ich wie immer gern.

SH

Sven Heilmann / pflege-nachbarschaft.de

Malediven: Eine „Insel–Lösung“ für Gehandicapte und Senioren?

Seit ein paar Tagen sind meine Freundin und ich von unserem Traumurlaub zurück. Es waren 2 wunderschöne Wochen die wir auf den Malediven, unweit des Äquators, mitten im indischen Ozean verbringen durften. Abschalten war angesagt! Na gut, ganz abschalten konnte ich dann doch nicht. Ich gebe zu mir nach ca. einer Woche Gedanken über die vorhandene oder auch nicht vorhandene Barrierefreiheit, im Bezug auf die Anreisemöglichkeiten zu den Inseln, sowie die allgemeine Barrierefreiheit auf den Inseln, gemacht zu haben. Gedanklich orientierte ich mich an zwei interessanten Gruppen. Zum einen die Gruppe der Senioren im Bereich der Generation 60+ / 70+ und zum anderen die Gruppe der körperlich Eingeschränkten, welche zwingend einen Rollstuhl zur Fortbewegung benötigen.

Zur barrierefreien Anreise kann man sagen, dass dies bis zur maledivischen Hauptstadt Male recht gut möglich ist. Die Fluggesellschaften und die Flughäfen, im In- und Ausland, sind hier sehr gut aufgestellt. Also absolut kein Problem, wenn man die offiziellen Stellen auf den jeweiligen Flughäfen rechtzeitig informiert. Vorlaufzeiten von bis zu 6 Monaten im Voraus, bei Reisen mit einem Rollstuhl nebst dessen Fahrer, sind keine Seltenheit. Dafür läuft dann auch alles reibungslos.
Ab dem Airport Male wird es abenteuerlich. Die weitere Reise setzt man im Wasserflugzeug oder im Schnellboot fort. Welches Verkehrsmittel für den Weitertransport der Reisenden gewählt wird, hängt maßgeblich von der Entfernung zur Ziel–Insel, auch Ziel–Resort, ab. Das Wasserflugzeug kann auf Grund seiner Bauart nur jener benutzen, wer nicht unbedingt auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Rollator-Benutzern und Schlaganfall-Geschädigten Personen steht einem Transport im Wasserflugzeug eigentlich nichts im Wege, soweit sie durch fremde Hilfe, oder gar ganz allein, in das kleine Flugzeug ein und aussteigen können. An einen Rollstuhl gebunden, muss man auf ein Schnellboot ausweichen. Im Übrigen, Inseln nahe der Hauptstadt Male werden prinzipiell von einem Schnellboot angefahren. Weiter entferntere Inseln der Malediven von Male aus, sind nur nach Rücksprache mit dem Reisebüro und dem örtlichen Reiseveranstalter auch durch ein Schnellboot zu erreichen. Hier gilt es, lange im Voraus mit dem Reisebüro zu sprechen, zu planen und zu organisieren, damit der Transfer reibungslos ablaufen kann. Die Transferzeit mit dem Schnellboot, welche schon mal 2 – 3 Stunden betragen kann, wird in Anbetracht der herrlichen Inselwelt der Malediven keinen stören. Zu viel gibt es zu Bestaunen. Eine weitere Herausforderung ist das Betreten der Trauminsel (Wasserflugzeug – Boot – Insel oder Boot – Insel … bzw. umgekehrt ). Hier ist man als körperlich eingeschränkte Person auf fremde Hilfe angewiesen, welche es jedoch reichlich in jedem Insel – Resort gibt. Die Angestellten sind sehr freundlich und müssen nicht um Hilfe gebeten werden, sie helfen einfach. Eine Tugend, die man in Deutschland oft vergebens sucht.

Zusammengefasst: Die Anreise auf die gewählte Trauminsel ist für Otto–Normalos schon eine abenteuerliche Sache, für gehandicapte Personen wird das Anreise–Abenteuer zur wirklichen Herausforderung, welche sich jedoch zu 110% lohnt. Auf der Insel angekommen stellt man schnell fest, dass Berge oder Hügel nicht vorhanden sind. Es ist alles ebenerdig, die Wege sind den Umständen entsprechend recht gut befestigt und alles ist vom feinsten gepflegt. Im Dunklen leuchten dem Besucher und Gast kleine, über dem Boden angebrachte Leuchten den rechten Weg zum Ziel. Aus Gründen des vorgeschriebenen Hochwasserschutzes muss der Gast sich auf die eine oder andere Doppelstufe einstellen. Es ist aber dafür gesorgt, dass die organisatorisch wichtigen Anlaufstellen, wie zum Beispiel die Rezeption, barrierefrei zu erreichen sind. Die Unterkünfte, meist Bungalows direkt am Strand, sind geschmackvoll eingerichtet. Auch Diese kann man leider nur über meist 2 – 3 Stufen erreichen. Grund hierfür ist wieder der Hochwasserschutz. Die Bungalows sind leider nicht annähernd barrierefrei, im Sinne unserer deutschen DIN 18024 oder DIN 18025. Das ist sehr bedauerlich. Die Türen sind sehr schmal (ca. 60 – 70 cm), Schwellen sind vorhanden und in den Badezimmern gibt es keinerlei Stütz- oder Haltegriffe. Teilweise ist nicht einmal ein Duschsitz oder Duschrollstuhl in einfachster Form vorhanden. Hier erweist sich jedoch die Resort–Leitung als sehr einfallsreich und tut ihr Bestes, wenn vorab durch das Reisebüro und den Veranstalter informiert wurde. Bitte beachten: Die Vorab-Information durch den Reiseveranstalter sollte in englischer Sprache formuliert werden, damit keine Sprach-Barrieren auftreten.

Mein Fazit:
Die Malediven sind für jeden geeignet, ob jung, ob alt oder körperlich eingeschränkt. Eines ist von vorrangiger Wichtigkeit, man sollte sich körperlich fit für solch eine lange Reise (insgesamt ca. 18 Std.) und das äquatoriale Klima (ganzjährig ca. 25 – 30°C / Luftfeuchte von ca. 70 – 85%) fühlen und es auch tatsächlich sein. An Herz–Kreislauf–Erkrankungen sollte man nicht unbedingt leiden, denn es sei erwähnt, dass das Gesundheitssystem der Malediven auf dem Stand von unserem in den Jahren um 1970 ist.

Wichtig für hilfebedürftige Senioren und körperlich eingeschränkte Personengruppen ist die frühzeitige, gemeinsame Reiseplanung mit dem Reiseveranstalter des Vertrauens. So kann die richtige Insel mit den richtigen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten und Highlights herausgefunden und die gesamte Anreise lückenlos professionell organisiert werden. Wer einen gutes Online–Reisebüro benötigt, welches sich auf Malediven–Reisen spezialisiert hat, kann sich gern mit uns, über unser Kontaktformular, in Verbindung setzen. Hier helfen wir gern weiter.
Wer sich den Traum von den Malediven erfüllen möchte, der sollte dies, trotz der oft mangelnden Barrierefreiheit, tun. Mit den nötigen Vorbereitungen sowie mit Ruhe und Abenteuerlust ist fast alles möglich zu machen und auch erträglich. In jeglicher Hinsicht wird so ein Traumurlaub in ewiger Erinnerung bleiben. Davon bin ich überzeugt!

Tipp:
Für ältere, gehbeeinträchtigte Senioren und stark körperlich eingeschränkte Personen eignet sich die Insel Nalaguaraidhoo – „Sun Island“ sehr gut. Hier gibt es sehr gut befestigte Wege auf der gesamten Insel, sowie ein umfangreiches Freizeitprogramm für alt und jung (auch jung gebliebene). Die Insel wird unter anderem mit dem Schnellboot angefahren, die Transferzeit beträgt ca. 2,5 Stunden.

Informationen im Internet unter: villahotels-maldives.de oder bei Maledivenangebote von Neckermann Reisen

Wir waren im Übrigen 14 Tage auf „Filitheyo – Island“. Wer Fragen zu diesem Insel – Resort oder zum Resort „Irufushi Beach & Spa“ hat, kann uns gern über unseren Blog (Blog – Bericht über Malediven) oder über das Kontaktformular ansprechen. Wir geben hier gern unsere Erfahrungen weiter.

Sven Heilmann / pflege-nachbarschaft.de

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